Speichenräder PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von Ian McBrite   
03.12.2007

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In der Vorkriegsära galten Speichenräder als Standard.

In den fünfziger und sechziger Jahren waren sie nicht nur billig herzustellen, sie waren auch pflege­leichter und langlebiger.

Es gibt verschiedene Arten von Speichenrädern. Die einen werden in verschiedenen Größen als Bolt-on-Versionen angeboten, die Mehrzahl bilden allerdings Speichenräder mit Zentralverschluss.

Bei identischer Größe können jedoch die Preise bis ums Doppelte variieren.

Zwischen Modellen aus amerikanischer und indischer Fertigung zeigen sich ganz deutlich Qualitätsunterschiede.

Bei der indischen Variante kommen gepresste Naben zum Einsatz, während die amerikanische aus Vollmaterial gedrehte Naben hat, deren Maßhaltigkeit und Stabilität größer ist.

Die Speichen selbst besitzen ebenfalls Unterschiede. Die preiswerte Variante aus Indien besteht aus nur einem gepresstem Gewinde, während die amerikanische aus poliertem Edelstahl und einem ge­rolltem Gewinde besteht.

Um schlauchlose Reifen fahren zu können, müssen die Bohrungen, in denen die Nippel sitzen, dau­erhaft Luftdicht verschließen. Die indischen Modelle besitzen eine üppige Silikonschicht, mit der ein Luftaustritt verhindert wird. Ein Nachteil ist leider, dass der Reifen auf elastischem Material sitzt.

Im Gegensatz zum schöner aussehenden indischen Modell, wird bei der teureren US-Variante auf punktuellen Silikonauftrag gesetzt. Dies garantiert dem Pneu festen Halt auf der Felge.

Ein Problem haben alle Speichenräder gemeinsam: Es gibt nur wenige Betriebe, die Speichenräder korrekt wuchten können. Das Rad muss mit einem Innen- und Außenkonus befestigt werden und darf dabei den Teller der Maschine nicht berühren.

Die regelmäßige Reinigung mit säurefreien Produkten ist unerlässlich. Beachten Sie dabei, dass das Rad nicht heiß ist. Reinigen Sie die Räder mit Wasser und versiegeln Sie sie mit einem transparenten Schutzwachs.

Sind die Speichenräder schon alt und blättert der Chrom ab, sind grundsätzliche Entscheidungen zu fällen. Wenn Sie eine Restaurierung vornehmen lassen, beachten Sie den Zeitaufwand. Allein das komplette Entspeichen des Rads dauert rund eine Stunde. Bei einem 60-Speichenrad enthält der Verchromer 122 Teile - pro Rad. Anschließend muss alles wieder richtig zusammengebaut, versiegelt und zentriert werden. Plus den Galvanikkosten summieren sich die Ausgaben auf 500 - 1000 Mark.

Ein Neurad kostet deutlich weniger!

Eine Alternative gibt es für Besitzter von lackierten Speichen. Man kann ohne Ausspeichen die Räder nach dem Strahlen pulverbeschichten. Diese Variante kostet nur einen Bruchteil dessen, was die Überholung eines glänzenden Exemplares kosten würde.


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Letzte Aktualisierung ( 14.05.2009 )
 

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