Am Beispiel eines Bentley T1 (1974)
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Restaurationsobjekt war ein Bentley T1 mit der Chassisnummer SBH17904. Die Erstzulassung erfolgte zum 11.3.1974 am Firmensitz in Bristol, England. Das Fahrzeug findet derzeit, nach unserer durchgeführten Restauration, bei unserem Unternehmen in Pocking als Messe- und Ausstellungsfahrzeug seine Verwendung.

Der Bentley T1 ist das Schwestermodell des Rolls-Royce Silver Shadow I. Ein Vorteil seiner selbsttragenden Karosserie im Vergleich zum Vorgänger war, dass es sich geradezu um ein Leichtgewicht handelte. Deshalb konnte die V8-Maschine mit ihren mehr als 6 Litern Hubraum auf Wunsch Fahrwerte ermöglichen wie bei einem Sportwagen. Beständige Weiterentwicklung gewährleistete zudem beispielhafte Sicherheit. Für den bewährten V8-Motor standen zwei unterschiedliche Verdichtungsverhältnisse zur Auswahl - als Antwort darauf, dass nicht überall auf der Welt hochoktaniges Benzin verfügbar sein mochte. Mit einer Serie von 15 zweitürigen Bentley T1 wagte sich James Young an die Aufgabe, besondere Karosserien zu bauen; das tat auch Pininfarina mit einem Coupe als Einzelauftrag für einen wichtigen Kunden. Dem Design-Team in Crewe wird heute allgemein bestätigt, mit dem Styling für den Bentley T1 eine glückliche Hand bewiesen zu haben. Als perfekte Beispiele zeitloser Eleganz gelten die dort entworfenen Coupes und Cabriolets, die von H.J. Mulliner, Park Ward gebaut ab 1966 bzw. 1967 das Angebot der viertürigen Limousinen erweiterten.


Technische Daten:
8 Zylinder in V-Form, Zylinderreihen im 90-Grad-Winkel; Leichtmetall-Motorblock, Bohrung x Hub 104,14 mm x 91,4 mm, Hubraum 6.230 ccm (ab 1969 Bohrung x Hub 104,14 x 99,06 mm, Hubraum 6.750 ccm für Katalysatorfahrzeuge, ab 1970 hubraumstärkerer Motor Standard); Leichtmetall-Zylinderköpfe, 2 SU-Vergaser; Hinterradantrieb; 4-Gang-Automatik (3-Gang-Schaltautomatik bei Fahrzeugen für den Export nach USA und Kanada; ab 1968 3-Gang-Automatik Standard); Einzelradaufhängung mit Schraubenfedern vorn und hinten; hydropneumatische Niveauregulierung (ab1969 an der Vorderachse aufgegeben); Scheibenbremsen rundum (ab 1973 vorne innenbelüftet), Radstand 3.035,3 mm (ab 1970 wahlweise langer Radstand von 3.136,9 mm; ab 1971 Radstand 3.041,6 mm oder 3.141,9 mm, ab 1974 Radstand 3.048 mm oder 3.149,6 mm); Spurweite 1.460,5 mm (ab 1971 Spurweite vorn 1.511,3 mm, hinten 1.466,9 mm; ab 1972 Spurweite vorn 1.508,8 mm; ab 1974 Spurweite vorn 1.524 mm, hinten 1.513,8 mm); Reifen 8.45 x 15 (ab 1972 Reifen 205HR15; ab 1974 Reifen 235/70HR15)

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